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Hanseboot sagt Tschüß - Die Hamburg Boat Show soll die Lücke schließen


Der Besucher- und Ausstellerschwund in den letzten Jahren war deutlich sichtbar. Der Trend zur Regionalisierung unübersehbar. Denn längst hatten sich die internationalen Hersteller entschieden, anderen Messeplätzen den Vorzug zu geben. Insofern wurde in der Branche mit weitreichenden Entscheidungen gerechnet. Dennoch war es für viele überraschend, als im September das endgültige Aus für die Hanseboot verkündet wurde.

Über die Gründe könnte man trefflich diskutieren. Doch das wäre reine Besserwisserei, Zeitverschwendung und wenig zukunftsorientiert. Eines jedoch steht fest. Die Hanseboot hinterlässt eine große Lücke. Das jedenfalls ist das Empfinden vieler norddeutscher Unternehmen, unabhängig davon, in welchem Verband sie organisiert sind.

Es ist zweifellos richtig, dass sich internationale Unternehmen auf Messeplätze konzentrieren, die deren internationalem Anspruch gerecht werden. Genauso richtig und wichtig ist es aber auch, wenn sich regional tätige Unternehmen regionale Schaufenster wünschen, um ihre Waren und Dienstleistungen Kunden und Interessenten aus dem näheren Einzugsgebiet zu präsentieren. Ein solches Schaufenster fehlt nun im Norden durch den Fortfall der Hanseboot und deshalb ist es aller Ehren wert, wenn sich der Deutsche Boots- und Schiffbauer-Verband (DBSV) dafür stark macht, die Branchentradition mit der Hamburg Boat Show im Oktober des kommenden Jahres fortzusetzen.

Der Erfolg, den sich Händler und Dienstleister im Norden zweifellos wünschen, wird davon abhängen, ob ein tragfähiges Konzept für eine regionale Veranstaltung entwickelt werden kann und die notwendigen finanziellen Ressourcen für einen Neustart zur Verfügung stehen.