Bundesverband Wassersportwirtschaft e.V.

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Nachrichten aus Brüssel

Positionspapiere vorgelegt

Die Mitglieder der European Boating Industry (EBI) – mit dabei auch BVWW-Präsident Robert Marx und BVWW-Geschäftsführer Karsten Stahlhut sowie EBI-Generalsekretär Philip Easthill – diskutierten in der zweiten jährlichen Mitgliederversammlung im Rahmen einer Videokonferenz über die künftige Positionierung des Verbandes auf EU-Ebene. In diesem Zusammenhang wurden nach sechsmonatiger Entwicklungsphase fünf neue Positionspapiere zu den Themen internationaler Handel, Mehrwertsteuer, Umwelt, nautischer Tourismus sowie Industrie- und Binnenmarktpolitik vorgestellt, die in den kommenden Jahren konsequent weiterentwickelt werden sollen.

Diskutiert wurden auch die neuesten Entwicklungen im Zusammenhang mit COVID-19. Hier wird der Verband die Unternehmen bei der Konsolidierung und Vorbereitung auf die Saison 2021 unterstützen. Seit Beginn der Krise hat die EBI die Anliegen der Bootsindustrie in zahlreichen Treffen mit Mitgliedern des Europäischen Parlaments, Vertretungen der Mitgliedsstaaten und EU-Kommissaren vertreten.

Nach der Mitgliederversammlung resümierte EBI-Präsident Jean-Pierre Goudant: „Wir haben die Weichen gestellt, um den Einfluss der Bootsbranche auf EU-Ebene weiter auszubauen. Die klare Positionierung, die wir jetzt haben, ist ein entscheidendes Element dieses Vorhabens. Unsere Branche hat das Potenzial, neue Chancen in einem Umfeld zu nutzen, das sich in den letzten Monaten grundlegend verändert hat. Wir werden mit unseren Mitgliedern, Partnern und den EU-Institutionen zusammenarbeiten, um der Bootsbranche eine erfolgreiche Zukunft zu sichern.“
 

Slowenien geht an Bord

Als neues Mitglied hat die EBI den 2016 gegründeten slowenischen Branchen-Verband Slovenian Marine Industry Association (SMIA) aufgenommen. In der slowenischen Wassersport-Branche sind rund 1.800 Mitarbeiter beschäftigt. SMIA-Präsident Jurij Korenc: „Wir freuen uns, Teil der EBI-Familie zu ein und so die Kreativität und Innovationen einzubringen und gleichzeitig von den Vorteilen der EBI-Mitgliedschaft zu profitieren. Unsere Mitgliedsunternehmen haben jetzt die Möglichkeit, sich über EBI einer globalen Branche effizienter und direkter zu präsentieren.“
 

IMCI neues Fördermitglied

Die EBI hat das International Marine Certification Institute (IMCI) als Fördermitglied aufgenommen. Dazu Ulrich Heinemann, Geschäftsführer von IMCI: „Wir sind sehr glücklich, an Bord von EBI zu sein und sind bereit, unseren Beitrag zu den Aktivitäten zu leisten, insbesondere in technischen Fragen.“ IMCI ist eine in der EU ansässige, unabhängige, gemeinnützige Organisation, die es sich zum Ziel gesetzt hat, einen Mehrwert für die Branche zu schaffen, indem sie die Unternehmen, Produkte, Dienstleistungen und Experten mit den höchsten anerkannten Qualitäts- und Sicherheitsstandards bewertet. IMCI gilt als Marktführer in Bezug auf die CE-Zertifizierung von Produkten gemäß der EU-Spotbootrichtlinie.


EBI und boot weiter gemeinsam auf Kurs

Die EBI und die boot Düsseldorf verlängern ihre Partnerschaft um weitere zwei Jahre. Im September unterzeichneten Philip Easthill, EBI-Generalsekretär, und der Project Director der boot Düsseldorf, Petros Michelidakis, die entsprechende Vereinbarung. Easthill: „Die Verlängerung der Partnerschaft mit der boot Düsseldorf ist ein wichtiger Grundstein zur Festigung der europäischen Bootsindustrie. In diesen schwierigen Zeiten wird die boot zum ‚reboot‘ der Industrie einen besonderen Beitrag leisten. Dies gibt der Bootsbranche wieder die Chance, ihre Innovationen und technischen Weiterentwicklungen einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.“

„Die weitere Zusammenarbeit mit EBI ist für die boot Düsseldorf ein Garant für ihren internationalen Erfolg. Mit ihr halten wir auch zwischen den Messen vor Ort in Düsseldorf guten Kontakt mit der Industrie und bleiben immer am Ball, was aktuelle Themen und Fragestellungen betrifft“, erläutert Michelidakis.

Die Partnerschaft zwischen EBI und der boot Düsseldorf beinhaltet das jährliche Breakfast-Meeting der Branche auf der Messe sowie eine umfassende inhaltliche, fachspezifische Beratung. Darüber hinaus unterstuüzt der Verband bei der Vermittlung wichtiger Kontakte zur Industrie und der europäischen Politik.

Die boot geht mit der Partnerschaft auch eine strategische Zusammenarbeit ein. Das Ziel der Kooperation ist es, auch zukünftig das Wachstum und die Bedürfnisse der Wassersport-Industrie in Europa immer im Blick zu haben und damit zu sichern.

Das „International Breakfast Meeting“ (IBM) am 26. Januar anlässlich der boot 2021 ist dabei ein wichtiger Meilenstein. Hier werden sich Vertreter der Hersteller, der EU-Institutionen, der Medien und Fachbesucher zu einem intensiven Dialog über die kommende Wassersportsaison zusammenfinden.

„Die boot Düsseldorf ist seit vielen Jahren ein veritabler Unterstützer und wir sind sehr stolz darauf, uns Partner der boot nennen zu dürfen“, erklärte Easthill und Michelidakis ergänzte: „In dieser speziellen Situation ist die enge Kooperation mit dem europäischen Verband extrem wichtig. Gemeinsam werden wir es schaffen, die Grenzen zu überwinden und der Wassersport-Branche den richtigen Aufwind zu verschaffen.“


ESWA: Wassersporttourismus stützen

Der Europäische Wirtschafts- und Sozialausschuss (EWSA), offizielles Beratungsgremium der Europäischen Union, empfiehlt politische Maßnahmen, um dem Tourismus bei der Bewältigung der Auswirkungen der Corona-Krise zu helfen und den Weg zurück zur Normalität und zu neuem Wachstum zu ebnen. Diese Empfehlungen schließen auch den Wassersporttourismus ein. Ansätze sind finanzielle Unterstützung, ermäßigte Mehrwertsteuersätze für Bootscharter und Yachthäfen sowie öffentliche Mittel für die sichere Organisation von Messen. Dazu EBI-Generalsekretär Philip Easthill. „Wir freuen uns über diese positiven Aussagen des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschusses zum Wassersporttourismus. Der Austausch, den wir vor dieser Stellungnahme mit dem EWSA geführt haben, unterstreicht die Bedeutung eines engen Dialoges zwischen Industrie und politischen Entscheidungsträgern.“ Nun ist abzuwarten, ob und inwieweit die EU-Institutionen und Länder den Empfehlungen in den nächsten Monaten folgen werden.